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Ob wir singen, weil wir fröhlich sind oder ob wir fröhlich sind, weil wir singen, ist in unserem Chor egal. Wir sind ein Chor mit begeisterten Sängerinnen und Sängern, sowie einem jungen und dynamischen Dirigenten. Unser Hauptanliegen besteht darin, die Gottesdienste in der Kirche und im Altersheim Spiegel mit unserem breit gefächertem Repertoire zu verschönern. Die Proben finden jeweils am Mittwochabend von 20.00 bis 21.45 Uhr in der unserer Kirche statt. Singen Sie auch gerne, dann sind Sie herzlich willkommen.
Wenn Sie Interesse haben, dann kommen Sie einfach bei uns vorbei oder rufen Sie unsere Präsidentin Frau M.Flückiger (052 383 17 16) an
Wir freuen uns auf Sie!
Die Präsidentin: Margrit Flückiger Der Dirigent: Thilo Lang |
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Katholischer Kirchenchor St. Antonius Kollbrunn
Hochsommerliche Chorreise an den Untersee
(Eing.) An einem noch kühlen Sonntagmorgen führte der Bus die Sängerschar mit Angehörigen durch verschlafene Dörfer auf den Seerücken zur Pfarr- und Wallfahrtskirche Klingenzell. Der Kultplatz hoch über dem Untersee hat eine fast siebenhundertjährige Geschichte (s. Kästchen). Im Innern der Kirche trifft man auf einen Raum von barocker Festlichkeit. Mit Ranken geschwungener Stuck ziert die Decke. Der Hochaltar wird von vergoldeten Statuen flankiert. Das Altarbild stellt die Kreuzigung Christi dar, dasjenige auf den Seitenaltären Maria mit dem Jesuskind und Jesu im Tempel. Das kulturell wertvollste Stück ist eine Pietà von 1350. Die Figur zeigt eine in höchster Ruhe und Würde sitzende Maria. Ihr Lächeln ist geheimnisvoll entrückt. In ihren Armen liegt die leblose Gestalt des Erlösers, gezeichnet von Leiden und Sterben. In dieser barocken Umgebung, in einer bis zum letzten Platz gefüllten Kirche verschönerte die kleine Sängerschar aus dem Tösstal den Gottesdienst mit einem halben Dutzend eingängigen Liedern wie etwa dem Klassiker „Gross ist der Herr“. Die Vorträge, begeistert vorgetragen und kräftig den Raum erfüllend, wurden gekonnt unterstützt durch den bewährten Organisten Martin Van der Lek. Beim Flötensolo der jungen Stefanie und dem mitreisenden Schlussgesang „Lobt den Herrn der Welt“ schienen sich die ernsten und etwas gelangweilt blickenden Gesichter der Heiligen sowie des kaiserlichen Stifterpaares von St. Georgen aufzuhellen. Den beiden süssen, kerngesunden Engelchen über dem Chorbogen fiel es schwer, an ihren Plätzen zu verweilen ... Die Gläubigen durften dank dem Chor und der inhaltsreichen Predigt von Pater Christoph Maria „Liebt nicht nur mit dem Herzen sondern auch mit den Händen - bevor es zu spät ist“ eine eindrückliche Feierstunde erleben und dankten dies mit einem warmen Applaus. Nach einer Erfrischung im gepflegten Garten des Pilgerrrestaurants ging die Reise nach Stein am Rhein, wo man sich in den dichten Besucherstrom einfädeln oder stille Ecken wie den Hof des Klostermuseums oder der reformieren Stadtkirche aufsuchen konnte. Die über zweistündige Fahrt nach Kreuzlingen war kurzweilig: Ein feines Mittagessen wurde serviert, unzählige Schiffe der unterschiedlichsten Kategorien und beobachten Tausende, die am und im Wasser Abkühlung suchten waren zu beobachten. Auch auf dem Schiff suchten wir nach dem Dessert und einer musikalischen Einlage des Jungmusikers Christian Kühlung im Fahrtwind. Der ruhige, sichere Chauffeur der Firma Kopf führte uns dann in einer wahren Kreuzfahrt durch drei Ostschweizer Kantone zurück ins Tösstal. Zuletzt sei noch Margrit Flückiger und Maria Brüngger gedankt, die diese Reise gut vorbereitet haben, sowie dem Dirigenten Tilo Lang, der die in die Jahre geratene Sängerschar stets mit jugendlicher Begeisterung motivieren kann.
Klingenzell geht auf eine Schenkung des Freiherrn Walter von Klingen zurück, der auf der Jagd einem Angriff eines Ebers heil entgangen sein soll. Die Propstei unterstand dem Kloster St. Georgen in Stein am Rhein, welches in der Reformation an Zürich kam und aufgehoben wurde. Die kleine Mönchsgemeinschaft aber auf dem Seerücken blieb beim alten Glauben. Unter dem Druck der Tagsatzung liess Zürich von seinem Besitz ab. Klingenzell wurde der Abtei Petershausen bei Konstanz angegliedert und kam dank Schenkungen und Zuwendungen zu Wohlstand. Geistliche Würdenträger aus der Stadt verbrachten hier mit Vorliebe ihren Lebensabend. Die Wallfahrt wurde gefördert und brachte weiteren wirtschaftlichen Erfolg. Nach starken Regenfällen wurde die Kaplanei wegen Abrutschgefahr aufgegeben und kurz nach 1700 konnte eine Kirche am jetzigen Standort sowie das Pfarrhaus eingeweiht werden. 1821 kam im Zuge der Säkularisation das endgültige Aus für die Propstei. Der Besitz ging an den jungen Kanton Thurgau. |
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